Palermo, Ryan Mendozas Ausstellung im Palazzo Reale

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Sie würden weder Ryan Mendoza noch seine Ausstellung im Palazzo Reale in Palermo erwarten.
Nur dass die wahre Seele einer Stätte, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, nicht in der Tiefe erfasst wird.
Hier ist Friedrich II.
zu Hause: facettenreich, visionär, fortschrittlich, aber gleichzeitig eine unbequeme und gequälte Figur.
Aus den Räumen, aus dem Garten, aus dem Innenhof des Königspalastes schreien die Werke von Ryan Mendoza die Wahrheit, ohne sich jemals zurückzuziehen, um das Publikum zu erfreuen.
Auch der weitsichtige Friedrich II.
hätte diesen rohen und offenen Blick auf die Welt wohl zu schätzen gewusst.
Das Goldene Kalb (Palazzo Reale di Palermo, vom 31.
Juli bis 26.
September 2022) ist kein Produkt, sondern das authentische Ergebnis einer dreijährigen konzeptionellen Reise.

Die Ausstellung, die von der Stiftung Federico II unter der Schirmherrschaft des Kulturministeriums organisiert wurde, sah die wertvolle und konstante Zusammenarbeit der Brodbeck-Stiftung während des Baus der Ausstellung.
Die Morra Greco Foundation hat freundlicherweise einige Werke ausgeliehen.

Vom ursprünglichen Projekt ist wenig oder nichts übrig geblieben.
Deshalb ist sie eine echte Ausstellung: Aus einem Embryo heraus gewachsen, verändert, mit Rückschlägen, tiefen Krisen und kreativen Impulsen fertig geworden.
Der weltbürgerliche Künstler mit einer Vergangenheit in New York, Berlin und Neapel arbeitete drei Jahre lang am Fuße des Ätna, immer in Kontakt mit der Stiftung Federico II in Palermo.
Es ist sinnlos, nach einer Handlung zu suchen: Um jedes Statik der Bedeutung aufzubrechen, entscheidet sich Mendoza dafür, aufzubrechen, er wählt den Weg der Anti-Erzählung.
Der eigentliche Plot ist der Nicht-Plot.
Werke, die über Bilder hinausgehen, die den wahren Sinn der Welt verschleiern, lehnten das Establishment ab.
Jenseits der Konflikte, die durch das Auftauchen von Bedeutungsbildern besänftigt werden, die unseren Atem regulieren, ohne jemals die Mehrdeutigkeiten der Konsumgesellschaft aufzulösen.

In dieser organisierten Täuschung findet sich ein Hinweis oder Bezugspunkt in zwei diametral entgegengesetzten Elementen.
Das goldene Kalb, das der Ausstellung ihren Titel gibt, biblisches Symbol für falsche Idole und Götzendienst, dem die Fledermaus gegenübersteht: der Antiheld, der für Mendoza die Vielzahl der Ausgegrenzten und Schwächsten umfasst.
Hinter dieser Form, auf die die meisten immer nur mit Widerwillen geschaut haben, steckt für den Künstler wahrscheinlich der Körper von Ängsten und Konflikten in der Gesellschaft.

Auf der einen Seite wird Mendozas Wunsch deutlich, die Fiktionen des Systems künstlerisch aus den Fugen zu bringen, auf der anderen Seite der Wille der Stiftung Federico II, eine Vision zu unterstützen, die den Königspalast auch heute noch als Ideenfabrik, als Symbol für Dialog und Kontamination darstellt eine Vielzahl von Gedanken.

Die künstlerische Invasion setzt sich auch außerhalb des Palastes fort, um die Idee einer Installation zu trüben, die sich in ein geschlossenes System übersetzt.
Andere Antihelden (Fledermäuse) finden gleichzeitig ihren Platz an verschiedenen Orten in Italien, dank der fruchtbaren Zusammenarbeit von Mann (Nationales Archäologisches Museum von Neapel), des Mausoleums von Cecilia Metella, Castrum Caetani im Archäologischen Park Appia Antica in Rom und des Museumssystems der Universität von Palermo (Palazzo Chiaramonte Steri und Botanischer Garten).
Hinter Mendozas Werken verbirgt sich ein Atem, den es zu verstehen gilt, ohne jemals zu urteilen.
Schönheit und Hässlichkeit werden fast zu politischen und gesellschaftlichen Kriterien.
So kann es vorkommen, dass sich das Verhältnis zwischen normal und monströs umkehrt.
Schau dir dieses Chaos an es stellt den Alarm dar, die Einladung, auf das „Durcheinander“, also die Welt um uns herum, zu schauen, wenn keine Zeit mehr ist: tick tack tick tack, ein ohrenbetäubender Countdown drückt uns alle.
Ein Durcheinander, das den Künstler bis zur Stigmatisierung der Werke und sich selbst leiden lässt.
(ITALPRESS) – (FORTSETZUNG).

Die Ausstellung besteht aus 42 Werken, darunter Gemälde, Skulpturen und Installationen.
Werke, die in den Palast eindringen, von der Außenfassade bis zum Innenhof, vom Adelsgeschoss bis zu den Gärten.
Ein lexikalisches Rätsel, das sich erst am Ende offenbart.
Fast alle Werke wurden von Mendoza eigens für diesen Anlass geschaffen und arbeiteten drei Jahre lang an Gemälden, Keramikskulpturen und anderen in gemischten Medien, die als Worte einer einzigen Rede konzipiert waren.

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