Der Panther in Palermo, das Geheimnis des Sommers 2010: Zwischen Sichtungen und Fotos ein nie gelöstes Rätsel

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Palermo, es ist der Abend des 14.
Juli 2010, das historische Zentrum ist wie jedes Jahr bereits voll für die Parade des Triumphwagens von Santa Rosalia entlang des Cassaro.
Aber anderswo in der Stadt, in Borgo Nuovo, ringen die Forstleute mit dem Sommerroman.
Nein, sie lesen nicht.
Sie suchen seit drei Wochen nach einem Panther.
Ja, denn es ist der 22.
Juni, als am Fuße des Hügels, auf dem sich die Deponie von Bellolampo befindet, der Alarm losgeht: „Wir haben eine riesige schwarze Katze im Bereich der Via Bronte gesehen“, sagen mehrere Anwohner.
„Ich habe ein Gebrüll gehört“, flucht jemand anderes.
Die verschiedenen Zeugenaussagen lösen die Jagd nach dem Tier mit dem Forestry Corps an vorderster Front aus.
Und die Nacht des Festino wird ein entscheidendes Datum dieses Schlagworts sein.

Die Nachrichten in den Zeitungen

Aber blicken wir kurz zurück, zum Beginn der heißesten Jahreszeit und zu den ersten „Auftritten“ des Panthers.
Die Nachrichten werden von den lokalen Medien zunächst mit Vorsicht behandelt, aber im Laufe der Tage mehren sich die Sichtungen sowie die Starts der Agenturen.
Und das des Panthers in Palermo wird zum Klassiker Feuilleton das die Spalten von Zeitungen und die Homepages von Websites füllt.
Die Berichte gedeihen weiterhin.
Zuerst werden in der Via Bronte ein Halsband mit schwarzen Haaren und ein zerfleischtes Kaninchen gefunden, dann erzählt ein Feuerwehrmann, er habe die riesige schwarze Gestalt unter seinem Haus in der Landschaft von Boccadifalco gesehen.
Das Gelb ist nun explodiert, weil sich inzwischen ein leidenschaftlicher Sammler exotischer Tiere herumgesprochen und Staatsanwalt Carlo Lenzi Ermittlungen eingeleitet hat.

Ein Schwein als Köder

Der Forestale kämpft und entwirft einen Plan: ein Schwein in einem Käfig als Köder und Kameras herum, um die eventuelle Ankunft des Panthers aufzuzeichnen.
Um die bei der Durchsuchung gefundenen Haare zu untersuchen, laufen die Inspektoren derweil zum Farmzoo in Terrasini, der Pietro Quatra gehört.
Dort nehmen sie zum Vergleich einige Proben von anderen in der Anlage gehaltenen Panthern.
Aber etwas stimmt nicht.
„Nach der Betäubung ist einer meiner drei Panther nie wieder aufgewacht“, klagt Quatra.

Die Fotos in der Nacht des Festino

Der Sommer schreitet voran und wir befinden uns in der Nacht des Festino, von dem aus wir gestartet sind.
Es ist gegen 21 Uhr, als Forstverwalter und Inspektoren zusammen mit einem Tierarzt Zeugen einer verdächtigen Bewegung in der Via Sant’Isidoro, nicht weit von der Via Bronte, werden.
Sie sind sich sicher: „Es ist der Panther“.
Ein Mitarbeiter des Forstunternehmens macht einige Fotos.
Die Bilder, die in der Dämmerung verewigt wurden, sind nicht klar und es ist nicht ganz so klar, die Katze zu unterscheiden.
Es scheint einen Wendepunkt erreicht zu haben und stattdessen verlieren sich seit dieser Sichtung die Spuren des Tieres vollständig.

Das „Wiedererscheinen“ in Mondello

Ein Monat vergeht, die Stadt leert sich weiter für die Feiertage und der Fall scheint völlig entleert zu sein.
Nach Ferragosto wird der Roman jedoch um ein neues Kapitel bereichert: Der Panther „erscheint“ in der Via Giasone in Mondello.
Diesmal ist der Ort sehr weit von Borgo Nuovo entfernt, wo die Katze zuvor gemeldet wurde.
Aber auch in diesem Fall gibt es Fotos.
Es sind jedoch gerade die Aufnahmen, die jeden Zweifel an dieser jüngsten Sichtung ausräumen.
„Die Steine, an denen das Tier vorbeigelaufen ist, sind nicht so groß und der Zoom der Handykamera hat die Proportionen versetzt: Das hier ist eine Katze, kein Panther“, sagt die Cites-Gruppe der Forstwirtschaft nach Sichtung der Bilder.

Der Abschluss der Ermittlungen

Eine Schieferung, die die Geschichte praktisch verstummen lässt.
Die warme Jahreszeit geht zu Ende und nimmt damit neben den langen und heißen Tagen auch das Schlagwort der Katze.
Es ist der 22.
September, als Staatsanwalt Lenzi die offene Akte einreicht, ausgehend von der Hypothese der illegalen Inhaftierung gefährlicher Tiere.
Der Panther wird nie wieder gesehen oder gefunden werden.
Das Geheimnis des Sommers 2010 in Palermo wird für immer bleiben.

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